Professionelle Entwicklung mit Java

In Zusammenhang mit der Neugestaltung der Programmier-Module des Informatik-Studienganges im 1. und 2. Semester (OOP und AD) war es ein zentrales Ziel, den Studierenden deutlich früher die Möglichkeit zu geben, mit professionellen Mitteln und Methoden zu arbeiten. Lesen Sie hier, wie wir das im Bereich der Programmierung erreicht haben.

Wenn wir Studierende möglichst früh mit professionellen Werkzeugen (Entwicklungsumgebung, Build- und Testwerkzeuge etc.) konfrontieren, dann geht es dabei (noch) nicht um das tiefgründige Verständnis wie das alles genau funktioniert, sondern “nur” um eine möglichst frühe Erfahrung im Einsatz von vorhandenen, zeitgemässen Technologien, welche die Softwareentwicklung erleichtern und die Fehler reduzieren können. Gut Programmieren ist anspruchsvoll genug, da können wir so viel Hilfe wie nur möglich gebrauchen!

Schon seit mehreren Jahren habe ich für die Module VSK und APPE (3. und 4. Semester) ein sogenanntes “Template-Projekt” (siehe z.B. Template für Java-Projekte) unterhalten und den Studierenden zur Verfügung gestellt, welches bisher auf Apache Ant und Apache Ivy basierte. Dieses Template kommt auch heute noch zum Einsatz, und hat wie vieles seine Vor- aber auch Nachteile. Es war Zeit für einen Generationenwechsel. Nach einem ersten Versuch im Modul APPE im FS16, verwende ich nun seit diesem Semester schon im 1. Semester im Modul OOP ein neues Template, welches auf Apache Maven basiert.

Die aktuelle Version 1.2.0 dieses Templates, und eine erste Version einer Anleitung stelle ich nun hier zur Verfügung:

Es ist geplant die Anleitung sukzessive und stufengerecht für weitere Module zu erweitern, das Template wird natürlich regelmässig aktualisiert und weiter optimiert und verbessert.

Wer sich fragt, warum ich nicht auf ein moderneres Werkzeug (wie z.B. Gradle) gesetzt habe: Es ist eigentlich der gleiche Grund warum ich bislang auf das “alte” Apache Ant gesetzt habe: Eine zentrale Anforderung ist, dass es möglichst einfach ist mit dem Template zu arbeiten, und ein diesbezüglich sehr wichtiges Kriterium ist die einfache, robuste und stabile Integration in verschiedenste Entwicklungsumgebungen. Dieses Kriterium ist derzeit bei Apache Maven mit Abstand am Besten erfüllt. Zusätzlich ist auch die Möglichkeit der “site”-Generierung noch immer ein Alleinstellungsmerkmal von Apache Maven. Und ganz nebenbei ist Apache Maven zwar nicht das Beste, aber mit Sicherheit das derzeit noch immer am weitesten verbreitete Buildwerkzeug für Java.

Ein Gedanke zu „Professionelle Entwicklung mit Java

  1. Lieber Roland
    Ich bin zwar kein SW-Entwickler, erlaube mir aber dennoch diesen positiven Kommentar. Deine pragmatische Anleitung “o02_ma_java_development” habe ich mit zustimmender Begeisterung gelesen. Sie entspricht vielem, was ich persönlich für Fachhochschul-Unterricht wesentlich halte. Danke!
    Koni

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *