Hey folks.
Lange ists her, dass ich von mir hoeren lassen habe, viel habe ich in der Zwischenzeit erlebt. Die wohl skurrilste Begegnung habe ich heute im Zug von Osaka nach Kyoto gemacht: Dingo, seines Zeichen Pro Wrestler! Damn cool! =)
Aber beginnen wir von vorne: Nach Matsumoto bin ich weiter nach Takayama, die Busfahrt ueber einen Pass war… um es mit einem Wort zu sagen: VERSCHNEIT! Ungefaehr 20cm Neuschnee und ich Dummerchen habe geglaubt ich wuerde im warmen Fruehling in Japan sein. Falsch gedacht. Nachdem ich mich also auch noch mit Handschuhen ausgeruestet habe, war ich fuer kuehlere Temperaturen geruestet.
Wovor ich allerdings nicht geschuetzt war ist die Einsamkeit, 2 Naechte in abgelegenen Orten ohne westliche Gesichter und mehr als 5 Saetze pro Tag waren dann fuer ein Plappermaul wie mich doch zuviel und so habe ich kurzerhand meinen Plan geaendert und bin direkt nach Kyoto. Allerdings nur fuer eine Nacht, doch das hat sich als weise Entscheidung erwiesen. In meinem Dorm habe ich dann naemlich Alwin getroffen und mich mit ihm auf Anhieb verstanden. So konnte ich einen Abend in Gesellschaft und mit Plum Likoer verbringen. NICE!
Am naechsten Morgen dann hangover nach Nagasaki weitergereist (7h). In Nagasaki bleibe ich zwei Naechte, da ich mir genuegend Zeit fuer das ganze Atombombenzeugs nehmen will. Da es am Ankunftstag regnet, muss alles in den naechsten Tag reingequetscht werden. Aber der Vorteil wenn man alleine ist: Man muss auf niemanden Ruecksicht nehmen und kommt entsprechend voran. So habe ich in Nagasaki neben dem Abomb Zeugs auch noch einen Tempel und die Glover Gardens besichtigt. Das Museum ueber die Atombombe war sehr eindruecklich und vor allem das Memorial fuer die unzaehligen Opfer hat mich sehr beeindruckt. Das ganze war sehr bedrueckend und es ist unglaublich was fuer eine Kraft eine solche Bombe hat. Schrecklich! Ich sage nur: NEVER AGAIN!!!
Nach Nagasaki bin ich dann weiter nach Aso-san, das ist ein kleines Oertchen in einem gigantischen Vulkankrater von ca 100km Durchmesser. Das ganze Gebiet ist vulkanischen Ursprungs und es gibt noch immer einige aktive Vulkane. Diesen bin ich dann am naechsten Tag auch besichtigen gegangen. Da das Wetter etwas verhangen war, beschloss ich zuerst das Museum zu besuchen um auf besseres Wetter fuer den Kraterbesuch zu hoffen. Wie sich im Nachhinein herausgestellt hat, ein FATALER Fehler: Als ich naemlich mit der Seilbahn zum Krater rauffuhr, durften wir nicht aussteigen. Giftige Gase stroemten aus dem Krater und so mussten wir umkehren. Gibts denn sowas! Unglaublich. Nach Mt. Aetna, den Vulkanen in Neuseeland war es mir auch in Aso nicht vergoennt den Vulkan aus der Naehe zu besichtigen.
Nach Aso bin ich dann nach Beppu weiter. Beppu ist beruehmt fuer seine Onsen und Hells. Im Hostel treffe ich Jess aus OZ und wir schliessen uns zusammen. Nach einem Sand Bath im lokalen Onsen gehen wir hundemuede schlafen. Am naechsten Morgen besichtigen wir die Stone Buddhas in Usuki. Anschliessend zurueck nach Beppu und die acht Hells besichtigen. Die Hells (mir faellt der japanische wie auch der deutsche Name nicht gleich ein) sind ebenfalls heisse Quellen, allerdings zu heiss zum Baden. Es gibt ein Hell mit weissem Wasser, eines mit hellblauem, eines mit rotem, dann ein Hell mit einem Geysier, etc… Die beruehmten im Hell gekochten Eier probieren wir nicht, dafuer das Caramelkoepfli… Yummy! Nach einem weiteren Onsen, einem lustigen Znacht (Karte nur auf japanisch, keine Bilder) und einem Bierchen gehts dann auch wieder in die Heja. Schoen brav!
Am naechsten Morgen verlasse ich dann Jess und reise weiter nach Hiroshima. Leider regnet es und so bin ich gezwungen meine Plaene etwas zu aendern. Also besuche ich am Nachmittag das Museum of Contemporary Art, eine Manga Library und die Shopping Arcade. Auf dem Heimweg besichtige ich noch den beruehmten Abomb Dome, ein Gebaeude, das im Hypozentrum der Atombombe war und wohl aus diesem Grund noch einigermassen gut erhalten ist. Die Stadt hat entschieden das Gebaeude als Erinnerung und Symbol an dieses schreckliche Ereignis stehen zu lassen, obwohl einige Einwohner dies nicht verstehen koennen und dadurch immer wieder an den Tag erinnert werden. Ich persoenlich denke, dass es richtig ist, das Gebaeude stehen zu lassen. Es ist sehr eindruecklich fuer alle Besucher.
Am naechsten Tag fahre ich zum ersten Mal falsch und das aergert mich! Mit etwas Verspaetung komme ich dann nach Miyajima, einer kleinen Insel in der Naehe. Miyajima ist beruehmt fuer seinen Floating Torii, ein Torbogen, der im Wasser vor der Kueste steht. Awesome! Auch sonst ist die Insel ein kleines Paradies, die Rehe die auf der ganzen Insel rumlaufen sind sehr witzig. Am lustigsten sind allerdings die japanischen Schulkinder, als sie meine Wenigkeit erblicken: “Hello, hello”, schreien sie. Und als ich einen anderen Weg einschlage: “Goodbye, goodbye”. Ein Junge erzaehlt mir sogar dass er American Baseball mag… =)
Danach gehts nach Osaka, wo ich einige buerokratische Dinge zu erledigen habe. Ja, jetzt kann ich es ja sagen: Komme eine Woche spaeter, am 6. April heim. Gehe kurzerhand noch 10 Tage nach Thailand, und komme dann zurueck nach Japan (Tokyo) fuer das finale Shopping, das ich mir den ganzen Monat aufgespart habe! YAY!