Velotour Lac Léman

Stefan und ich haben vom 4. bis 5. Juni eine zweitägige Velotour um den Lac Léman durchgeführt.

Mache diesen Post nur um zu sehen, ob die geocodierten Bilder auch korrekt mit dem WordPress XML Google Maps Plugin auf der Karte angezeigt werden.
Leider habe ich noch nicht herausgefunden, wie man in die gleiche Karte den aufgezeichneten GPS Pfad als weiteres Layer einbinden kann. Wäre evtl. eine mögliche Erweiterung für das Plugin.

In Google Earth anzeigen [mapearth=show;height=430]

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Amsterdam Velotour & Google Maps Plugin

Nee, ich war nicht wirklich in Amsterdam. Es war zwar geplant, aber da die Franzosen an der WM rausgeflogen sind haben die Mitarbeiter am Basel/Mulhouse Flughafen gestreikt. Ergo, der Flug wurde gestrichen :-(

Da musste ich halt spontan nach Alternativen suchen und entschied mich bei dem schönen Wetter für eine kleine Velotour nach Lungern.

Habe die Tour mit GPS festgehalten und dachte mir, ich könnte doch die ganze Strecke mit Google Maps in meinem WordPress Blog einbinden.
Habe das XML Google Maps Plugin von Patrick Matusz verwendet. Und siehe da, das Plugin funktioniert auch auf die neuste WordPress Version 3. Vielen Dank Patrick für deine wertvolle Arbeit.

Das Plugin kann sogar noch viel mehr:

  • Anzeige von Streckeninformationen (Höhe, Geschwindigkeit etc.) und sogar, falls vorhanden, die aufgezeichnete Pulsfrequenz.
  • Direkte Einbindung von Picasa Webalben (Bilder werden direkt auf der Karte angezeigt) und My Google Maps
  • Support für das neue Google Earth Browser Plugin
  • Integration von geoRSS Feeds und externen, dynamischen XML-Dateien (z.B. Flickr geoRSS oder Flickr KML)
  • Integration von geocodierten NextGEN Gallery Bildern (direkte Anzeige auf der Karte)

Zu jedem Feature gibts auch jeweils ein entsprechendes Beispiel.

So, fertig gelabert, nun die eigentliche Velostrecke:

In Google Maps betrachten

2010-06-29 | Posted in: Biken | Comments Closed

Schweizer “Hackerparagraph” geplant

Wie in einem Artikel von heute (18.06.2010) auf NZZ online zu lesen ist will die Schweiz erneut die Strafen für Hacker verschärfen. Und in der Tat scheint sie wirklich die Strafen für Hacker und Cracker verschärfen zu wollen:

“Künftig soll bereits als Hacker bestraft werden, wer weiss oder annehmen muss, dass die von ihm zur Verfügung gestellten Passwörter, Programme und anderen Daten zum hacken von geschützten Computersystemen verwendet werden sollen.[..]“

Mit anderen Worten: die Schweiz erhält jetzt auch den aus Deutschland berüchtigten Hackerparagraphen. Die einen mögen sich vielleicht noch erinnern, das dass Tool “KisMAC” wegen dem Hackerparagraphen von Deutschland in die Schweiz umgezogen ist.

Des weiteren liest man im Artikel:

“Angepasst werden muss auch das Rechtshilfegesetz. Angesichts der Kurzlebigkeit elektronischer Daten wird der schweizerischen Rechtshilfebehörde die Kompetenz eingeräumt, in bestimmten Fällen Verkehrsdaten bereits vor Abschluss des Rechtshilfeverfahrens zu Ermittlungszwecken an die antragsstellende Behörde auszuhändigen.”

So sehr ich Verständnis habe für diese Idee (Kurzlebigkeit elektronischer Daten) ritzt sie doch an der Rechstaatlichkeit und öffnet Tür und Tor für Missbrauch.

Wie ich bereits schon einmal ausgeführt habe ist die Schweiz bereits jetzt ein internationaler “Musterschüler” in Sachen Internetüberwachung. Während aber in Deutschland heftig über solche Sachen diskutiert wird (Längst nicht nur durch den CCC, sondern auch auf Bundesebene (CDU, SDP, FDP, …), gibt es in der Schweiz keine Partei oder grössere Organisation die sich der Sache annehmen. Klar es gibt die Piratenpartei, ch/open, CCC ZH, und ein paar weitere Organisationen, aber keine deren Stimme wirklich zählt. Mit diesen Themen müssten sich eigentlich die etablierten Parteien befassen, denn schliesslich sind es Themen, welche letztendlich von Bedeutung für die gesamte Bevölkerung sind.

Wenn ich mich aber Frage, wer in der Politik mit Informatik zu tun hat, dann scheint es mindestens auf nationaler Ebene an Fachkompetenz zu mangeln. Oder anders gesagt: der einzige Nationalrat der mir zum Thema Informatik/Telekommunikation einfällt ist Ruedi Noser (FDP), VRP Noser Group, Ex-VRP von Myriad (ehemals Esmertec).

Ich fordere also dringend mehr Informatikwissen für die Politik, insbesondere wenn man weiss, dass die Schweiz bei ACTA an der vorderster Front mitarbeitet.

Wikipedia Kiddie-Eintrag

Zehn Minuten nach der Erstellung war der Kiddie-Eintrag bereits wieder von den Wikipedia Moderatoren gelöscht worden.
Erstaunlich mit welchem Blödsinn Kiddies ihre wertvolle Freizeit verschwenden können.

Konnte knapp noch einen Screenshot vom Artikel machen. Originaltext zur Mandschu-Zeit

Auszug des Kiddie-Eintrags

2010-06-17 | Posted in: Fun | Comments Closed

Error Event ID 27745

Problem:
Im SharePoint Event-Log wird mehrmals pro Minute folgender Event aufgeführt:

Event Type: Error
Event Source: Windows SharePoint Services 3
Event Category: Normal
Event ID: 27745
Date…

Ursache:
Die Login-Informationen des Service-Accounts (Zugriffskonte auf die SQL Datenbank) haben sich geändert.

Lösung:
Öffnen Sie die Consle und geben Sie folgendes ein:
- stsadm -o updatefarmcredentials -userlogin <domänebenutzername> – password <Kennwort>
- iisreset /noforce

My Laptop’s evil side

Its a well known fact that my laptop is schizophrenic. Sometimes after rebooting the device, a complete new side of its personality comes up. There is the well known Ubuntu side, but also the evil side (I think its called Windows 7, or something like that).

From time to time its necessary to medicate the Win7 personality because the dark side is getting stronger and stronger.
Personally I like to to this when the evil side is sleeping (And Ubuntu is up and running). Why? Ok lets see:

  • No evil things running on the Win7 can disturb or dupe the doctor
  • The doctor is sure to clean up everything

I use ClamAV as doctor. How to make a appointment:
sudo apt-get install clamav
Send the doctor to a course. So we can be sure he is up to date with all known infections:
sudo freshclam
Figure out where the evil side is located on the hard disc (/mnt/win7). Then send the doctor to his house and let em clean it up recursively (-r)
clamscan -r -l scanres.txt --remove=no /mnt/win7 > scanlog.txt

The doctor will write a final report to ./scanres.txt and a documentation of what he reviewed to ./scanlog.txt
It’s also possible to tell the doctor to cut out all infected parts automatic with: –remove=yes But you should think about that. He will cut it, regardless what is infected.

I think this is a good way to treat my Laptop and keep it clean.

Fragwürdiger Artikel zur SuisseID

Die SuisseID ist seit über einem Monat lanciert. Erst ein mal ein grosses Lob an das gesamte Team und deren Partner. Sie haben es geschafft in sehr kurzer Zeit die Spezifikation zu entwerfen und diese zu einem grossen Teil zu implementieren.

Für diejenigen, die nicht wissen was die SuisseID ist, hier ein Ausschnitt aus Wikipedia:

Die SuisseID ist der erste standardisierte elektronische Identitätsnachweis der Schweiz, mit dem sowohl eine rechtsgültige elektronische Signatur wie auch eine sichere Authentifizierung (Log-in) möglich sind. Mit der als USB-Stick oder Chipkarte erhältlichen SuisseID können Geschäfte von Privatpersonen mit Firmen bzw. Verwaltungen direkt und sicher über das Internet oder per E-Mail abgeschlossen werden.

Jeder, der sich noch weiter für die SuisseID interessiert, kann auch einen Blick in ihre Spezifikation werfen.

Habe kürzlich einen Artikel in der Weltwoche entdeckt Teure Lösung für nichtexistente Probleme, welcher sich kritisch über die SuisseID äussert.

Als ich den Artikel gelesen habe, hat es mir fast die Sprache verschlagen. Eine solche Schwarzmalerei und unsachgemässe Recherche kann man ja vom Blick erwarten ;-) aber die Weltwoche scheint da wohl nicht besser zu sein. Der Autor schreibt frei aus der Seele und lästert über die SuisseID, hat wohl aber selber nie die Spezifikation der SuisseID gelesen und deren eigentlichen Zweck begriffen. Er stempelt sie als proprietäres, eigenbrötlerisches Schweizer Produkt ab, welches “eine digitale Mauer um unser Land” darstellt. Dabei basiert die SuisseID auf offenen Standards und lässt die Integration in bestehende Infrastruktur grundsätzlich zu.
Der Autor hätte sich mit einem Fachmann zusammensetzen sollen, bevor er den Artikel schrieb. Dies hilft, dass die Schere zwischen Endanwender und “IT Freak” nicht zu weit auseinanderklafft und beide Parteien einen Dialog führen, damit eine (gute) Lösung nicht wieder einmal in Vergessenheit gerät ohne jemals ihren wahren Nutzen erfahren zu haben. Anstatt nur auf die SuisseID in der Presse einzuprügeln und die Leute somit zu bekehren, sollte man als Autor versuchen das SuisseID Projekt und die technischen Möglichkeiten und Einschränkungen zu verstehen und somit sachgemäss über das Produkt zu berichten. Ja, es sind 21 Millionen CHF auf dem Spiel. Und mit solchen Artikeln muss man sich nicht wundern, wenn am Schluss niemand davon Gebrauch macht und das Geld verpufft.

Ich möchte nun selber Stellung nehmen zu einigen Punkten, welche im Artikel erwähnt werden:

Nun, ich kaufe heute schon meine Konzerttickets online, auch die Fahrscheine für Zugfahrten bei der SBB, ich nutze Telebanking, bestelle online bei diversen Shops Waren, usw. Wo genau liegt das Problem? Bei all diesen Angeboten habe ich mich einmal registriert und nutze sie fortan problemlos.

Ja das ist ja schön und recht. Soll von mir aus auch weiterhin so bleiben. Zwar ärgerlich, dass man für jede Seite oder jedes Angebot einen zusätzlichen Benutzernamen und Passwort braucht. Verleitet doch den Benutzer dazu sehr einfache Passwörter zu gebrauchen und dazu meistens immer das gleiche. Dank Phishing & Co. kann man schlimmstensfalls nach Herausinfden des Passworts auf all diejenigen Angebote zugreifen.
Da sehe ich den Vorteil einer SuisseID oder eines SAML Tokens. Kryptologisch betrachtet ist es sehr viel sicherer (SmartCard mit persönlicher PIN, Biometrie wäre noch besser) zudem braucht man sich nur noch einen PIN Code zu merken. Nämlich den PIN Code der SuisseID bzw. des SAML Tokens oder der Informaton Card (SuisseID unterstützt diese Formate).

Wir sind eine Exportnation, unsere Geschäftspartner im Ausland werden mit der SuisseID wohl kaum viel anfangen können. Kommt dazu, dass zwischen Unternehmen meistens eine langfristige Beziehung besteht und es somit auch da kaum Probleme mit nicht vorhandenen digitalen Unterschriften gibt.

Die Frage hier ist nicht ob die Geschäftspartner was mit der SuisseID anfangen. Die Frage ist, ob sie was mit digitalen Unterschriften anfangen können. Ob hinter der digitalen Unterschrift eine SuisseID dahintersteckt, oder eine BELPIC (Belgien) oder eine BULSTAT (Bulgarien) uvm, spielt keine grosse Rolle. Das wichtigste ist hierbei, dass das darunterliegende Zertifikat und Krypto-Verfahren standardisiert ist. Und dies ist bei der SuisseID ebenfalls der Fall. Welche EU Länder bereits schon eGov-Vorstösse wie die SuisseID betreiben oder solche Lösungen bereits schon realisiert haben findet man in der eID Interoperability for Pan-European eGovernment Services.

Das letzte Beispiel, welches jeweils angeführt wird, ist die Alterskontrolle für Einkäufe von Produkten, die für Jugendliche nicht geeignet sind. Spiele und Videos ab 18 Jahren, alkoholische Getränke usw. Neben der Tatsache, dass auch mit der SuisseID solche Hürden durch jugendliche Kreativität ohne Probleme umgangen werden können, sei noch erwähnt, dass die Alterskontrolle auch über die Kreditkarte durchgeführt werden könnte.

Das ein Jugendlicher die Kreditkarte seines Vaters mal schnell “entwendet”, das ist jugendliche Kreativität. Das ein Jugendlicher ein Krypto-Verfahren mal so schnell knackt, WOW, dann wäre das ein Top10-Hacker, dessen sechs- bis siebenstelligen Lohn ich gerne hätte. Zudem bräuchte er nebst enorm (!) viel Rechenpower auch mathematische Kenntnisse. Leider verheissen die jüngsten PISA Studien nichts gutes über die Coolnes von Mathe bei Jugendlichen.
Natürlich, das Bewusstsein über die Tragweite einer Weitergabe des PIN Codes einer SuisseID an andere Personen ist in der Bevölkerung bei weitem nicht verankert. Dies ist tatsächlich ein Problem. Aber nicht nur bei der SuisseID sondern generell bei Passwörtern. Z.B. ein vermeintlicher Bluewin Mitarbeiter ruft an und meldet einen geplanten Unterbruch des Internetzugangs an. Er bräuchte schnell das Passwort, damit er die Leitung anschliessend wieder reaktivieren kann.
Wenn man aber die SuisseID künftig z.B. auch für die digitale Steuererklärung, elektronische Abstimmung, dem eBanking und als elektronische Identitätskarte nutzt, da überlegt man sich zwei Mal ob man so schnell den PIN Code jemandem anderen anvertraut. Ich meine, kenne niemanden der seinen PIN Code seiner Bankkarte jemandem anderen anvertraut (ohne ihn wenigstens anschliessend zu ändern).

Gleichzeitig aber würden wir uns – sollte sich denn das behördlich verordnete System durchsetzen - vielen gesellschaftlich äusserst fragwürdigen neuen Möglichkeiten staatlicher Kontrolle aussetzen. Es würde wohl nicht lange dauern, bis die Online-Altersverifikation mittels SuisseID für -zig Produkte obligatorisch erklärt würde.

Im schlimmsten Fall könnte die SuisseID grundsätzlich zur Voraussetzung werden, um überhaupt online gehen zu können.

Da stimme ich voll und ganz zu! Es muss mit Vorsicht genossen werden. Es darf nicht sein, dass der Staat dies als Möglichkeit betrachtet völlige staatliche Kontrolle zu erreichen. Die SuisseID soll nur für ganz gezielte Anwendungen (Abstimmung etc.) Pflicht sein. Die Online-Shops sollten selber bestimmen dürfen, ob sie die SuisseID (oder generell SAML) als zusätzliches Authentisierungsverfahren nutzen möchten.

Mit der SuisseID bauen wir eine digitale Mauer um unser Land, denn für unseren kleinen Markt werden ausländischen Anbieter kaum eine weitere Extrawurst implementieren.

Ich zitiere hier gerne einen User-Kommentar zu einem weiteren SuisseID kritischen Blogeintrag des Autors:

Und das ganze via SAML 2.0. Da ist nichts SuisseID spezifisches dabei was die Schweizer selbst erfunden haben. Das sind offene Standards keine Ricolas.

Nun meine Bitte für das nächste Mal an Herr Gunten: Informieren Sie sich zuerst genau bevor Sie solche Artikel schreiben. Ich stehe, soweit mein Wissen es ermöglicht, auch gerne bei Fragen zur Verfügung.

2010-06-11 | Posted in: Security | Comments Closed